Das Vertretungsärzte Intensivseminar!

Dringend werden steiermark- und österreichweit Vertretungsärzte gesucht! Allerdings trauen sich viele den, wenn auch nur teilweisen, Absprung aus dem Spitalstrott nicht zu und die eigene Wahlarztordination stellt oft ein sowohl finanzielles, als auch zeitaufwendiges Risiko dar. Es gibt Abhilfe, das Vertretungsärzte-Intensivseminar der Ärztekammer.

Fragen wie „Was gibt es zu beachten? Wie arbeitet man im niedergelassen Bereich? Wie viel kann ich damit verdienen?“ tauchen immer wieder auf

Die Vertretungstätigkeit ist der einfachste und finanziell „günstigste“ Weg um im niedergelassen Bereich zu arbeiten! Man hat praktisch keine zusätzlichen Fixkosten und kann sich seine Zeit frei einteilen! Stimmt die Harmonie mit einem der vertretenen KollegInnen besonders gut kann man um eine erweiterte Stellvertretung ansuchen und eventuell auch auf eine Nachfolgepraxis hinarbeiten. Dies ist die einzige Möglichkeit im derzeitigen steirischen System sich die Arbeit zu teilen.

Aus diesem Grund haben die Kollegen im Vertretungsärztereferat der Ärztekammer auf Initiative der IGNÄ ein Seminar entwickelt welches versucht, in einem eintägigen Intensivkurs die „Basics“ der administrativen Abläufe und der zu beachteten vielschichtigen rechtlichen sowie finanziellen Rahmenbedingungen zu vermitteln.

Die Kollegen Alexander Moussa und  Dr. Nikolaus Hanfstingl  haben sich bemüht, die wirklich wichtigsten Infos reinzupacken und die Kosten für das Seminar möglichst niedrig zu halten! Besonders stolz sind wir auch auf die speziellen EDV-Übungsplätze. Hanfstingl/Moussa haben alle namhaften EDV-Anbieter vor Ort gebracht und man kann fleißig testen! Das gibt’s in dieser Form wohl nirgends!

Die Zielgruppe ist groß! Vom Turnus- oder Assistenzarzt, welcher bald seine Ausbildung abschließt und mit der Arbeit in der Praxis liebäugelt, hin zum angestellten Dauersekundar- oder Facharzt welcher sich nach weniger Nachtdiensten oder neuen Herausforderungen sehnt! Weiters bietet sich diese flexible Art der Berufsausübung auch in Sabbatical oder Karenz an, da man sich die Arbeitszeit frei einteilen kann und vielleicht doch ein wenig nebenbei praktizieren möchte.

Der Bedarf ist riesig und mit dem Grundwissen vom Kurs kann man sofort losstarten und sich, wenn man möchte, bei der Online-Vertretungsärztejobbörse der Ärztekammer Steiermark anmelden!

Alles in allem zahlt es sich wirklich aus dieses Seminar zu besuchen und sich neue Optionen als Vertretungsarzt zu eröffnen. Das Vertretungsärzte-Intensivseminar, für welches es 8 DFP-Punkte gibt, wird in dieser Form 1-2xjährlich durchgeführt werden und die Teilnahmebestätigung ist sicherlich auch als Qualifikationsnachweis für spätere Vertretungen von Nutzen.

Wir sind überzeugt, dass die Ärztekammer nun mit dieser Veranstaltung einen Beitrag zur weiteren Qualitätssteigerung sowohl für unsere PatientInnen als auch für Vertretungsärzte und Praxisinhaber leistet und als IGNÄ freuen uns auf rege Teilnahme!

Kontaktinfo: Alexander Moussa via IGNÄ [mailto: office(at)igpraxis.at]

Generationen von Turnusärzten wurden von den Spitalsträgern zu Tätigkeiten zweckentfremdet, die mit dem Arztberuf wenig bis gar nichts zu tun hatten. Ein Gespag-Direktor ging sogar soweit, zu sagen: „Wir brauchen die Turnusärzte als Systemerhalter, weil sie billiger sind als Schwestern“.  

Berufsfremde Tätigkeiten behinderten massiv die Ausbildung weil die Turnusärzte nicht bei den Visiten mitgehen konnten, und zumeist überhaupt keine Chance auf bed-side-teaching hatten, Sie waren am Vormittag, wo der Großteil der Diagnostik und Therapie stattfindet, mit ihren ’Flascherlrunden´ beschäftigt. Diagnostik und Therapie fand zumeist ohne Turnusärzte statt.

Vor mehr als einem Jahrzehnt entwickelten Dietmar Bayer und Herwig Lindner et al. (IGAÄ) das Turnusärztetätigkeitsprofil, welches in vielen österreichischen Krankenhäusern umgesetzt wurde, nur nicht in der Steiermark. Jetzt gelang der große Wurf auch in der unserem Bundesland.

Gemeinsam mit der KAGes wurde nun die Zuordnung von Tätigkeiten aus dem sogenannten mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich (§15 GuKG) neu definiert. Allen voran danken wir Vorstandsvorsitzendem UP Tscheliessnigg, dass er mit hohem Problembewusstsein die neue Zuordnung im Rahmen des Projektes ´Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Ärzte´ in der KAGes vorantrieb.

Das “befohlene” und berufsfremde routinelle Antibiotika mischen , Infusionen anhängen, Eprouvetten bekleben, s.c. spritzen und EKG schreiben durch Generationen von Turnusärzten gehört nun endlich der Vergangenheit an.

Die IG dankt allen Arbeitsgruppenmitgliedern für ihre Beharrlichkeit im Verfolgen des Zieles, die Arbeits- und Ausbildungssituation der TurnusärztInnen zu verbessern und gratuliert zum erfolgreichen Abschluß . Namentlich waren dies: Karlheinz Kornhäusl (IGAÄ), Martin Wehrschütz, David Windisch (Wahlärzte-Spitalsärzte), Johannes Heidinger (AFA), Peter Krippl (Vereinigung).

Endlich wird unsere langjährie Forderung, den TurnusärztInnen die nötige Zeit für eine gute Ausbildung zur Verfügung zu stellen, Realität. Nützen wir diese Zeit gut.

In der Kleinen Zeitung online vom 03.04.2014 fanden wir einen Beitrag mit der Überschrift: Pesserl schäumt: 12-Stunden-Tag “menschenverachtend”

Im Text geht es dann weiter:

Es sei ein Hohn allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen gegenüber, ließ AK-Präsident Pesserl am Donnerstag in einer Aussendung verlautbaren. Eingenereller 12-Stunden-Tag werde von der Arbeiterkammer entschieden abgelehnt.

Der AK Präsident, Herr Josef P.,  stößt uns Ärzten gehörig vor den Kopf. Wir erwarten uns eine Erklärung, was er zu unseren Wochentags oder Wochenddiensten sagt, der Herr Präsident Pesserl.

Wir fragen daher: Herr Präsident, wenn 12 Stunden-Tage menschenverachtend sind, was sind dann 32 Std oder 52 Std Dienste für uns Ärzte. Das wollen wir von Ihnen nun wissen. Erklären Sie sich bitte.