Eilinformation der IGNÄ

Rund um die Umsetzung der sogenannten Art. 15a Bund-Ländervereinbarung ergeben sich  deutliche und schwerwiegende Einschränkungen unserer Mitgestaltungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen. So sollen die Krankenkassen Kassenstellen (ärztliche und therapeutische) ohne gemeinsame Planung mit der Ärztekammer schaffen oder abzuschaffen können. Das kommt einer Aushebelung des Gesamtvertrages gleich und macht Kassenverträge quasi wertlos und unattraktiv. Weiters sollen Leistungen mehr oder minder frei nach Belieben in Ambulatorien verlegt werden können. Ebenso können Patienten Wahlarztrückerstattungen verweigert werden.

Für die Kollegen in den Spitälern droht gleichzeitig ein gesetzlich verordneter Rückschritt im Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz.

Die Ärztekammer für Steiermark hat gemeinsam mit den großen Landesärztekammern und der Österreichischen Ärztekammer unmittelbar nach Bekanntwerden dieser 15a Vereinbarung und der Begleitgesetzgebung  Protestmaßnahmen ergriffen und auch in der Kurie der Niedergelassenen Ärzte einstimmig beschlossen, den Gesamtvertrag zu kündigen, wenn es zur Umseztzung dieses Gesetzes in dieser Form  kommt. In diesem Fall wäre nämlich der Gesamtvertrag gesetzlich ausgehebelt.  Nach dem heutigen Ministerrat startet nun schon die parlamentarische Begutachtungs- und Gesetzwerdungsphase.

Parallel zu dieser Entwicklung auf Bundesebene wurde gestern medienwirksam der Umbau im steirischen Gesundheitswesen eingeläutet, die Details sind mehrfach medial dargelegt worden.

Im wesentlichen soll im Bundesland eine Vielzahl Primärversorgungseinrichtungen entstehen, die Spitäler um 2/3 reduziert und eine Telefonarzthotline eingeführt werden. Der Vorstoß auf Bundesebene gefährdet aus unserer Sicht die steirische Reform mit dem Abbau von 1500 Spitalsbetten bis 2030/2035 massiv. Alles in allem sehen wir die Hausärzte durch die Konkurrenz der PHC/PVE Strukturen gefährdet, auch der Facharzt in der Einzelordination wird mit solchen Strukturen unter die Räder kommen, denn es sind sogenannte interdisziplinäre Facharztzentren geplant. In Mariazell, dem Vorzeige-PHC/PVE ist es den dort tätigen Ärzten gestattet, auch ausservertragliche Leistungen im Rahmen der Öffnungszeiten des zu vollbringen, wie z.B. Psychotherapie, Labor und Röntgen, Akupunktur etc. Einem “normalen” Kassenarzt ist das verwehrt.

Es wird erkennbar, wohin die Reise gehen wird. Dem Grunde nach tragen wir die steirischen Reformbestrebungen mit, sofern sie Versorgungsverbesserungen darstellen. (Aufbau vor Abbau)

Wir bekennen uns jedoch an dieser Stelle ausdrücklich zum Erhalt der Einzelpraxen (AAM und Facharzt), es muss ein faires Miteinander geben.  Die ärztliche Freiheit und die Versorgungssicherheit für die Patientinnen und Patienten bei freier Arztwahl sind in jedem Fall unabdingbar. Wir bekennen uns zum vorsorgungswirksamen Wahlarztsystem.

Nähere Informationen sowie die Links zur 15a Vereinbarung und dem Harmonisierungsgesetz finden sie auf der Homepage der Ärztekammer für Steiermark unter folgendem Link:

https://www.aekstmk.or.at/577

Wir ersuchen Sie höflichst, die Aussendungen der Ärztekammer für Steiermark zu beachten und verbleiben mit freundlichen kollegialen Grüßen,

Alex Moussa, Dietmar Bayer und Christoph Schweighofer für die IGNÄ

Mit dieser 15a Vereinbarung und dem “partnerschaftlichen” Begleitgesetz hat diese Bundesregierung den Rubikon überschritten, es droht der vertragslose Zustand. Es drohen mit der Umsetzung dieser Bund-Ländervereinbarung vulgo Finanzausgleich Qualitätseinbußen, die quasi-Abschaffung der bisher freien Arztwahl, das Ende der Hausärzte und die Einmottung der niedergelassenen Fachärzte sowie in der Steiermark eine Eradination der spitalsärztlichen Versorgung. Wir rufen als IGNÄ alle politischen Kammerfraktionen und die Ärzteschaft zum geschlossenen Handeln auf. Wir werden uns als Ärzte massiv gegen diesen Angriff auf Patienten und Ärzteschaft stellen!!!!! ==>Hier geht es zur aktuellen Medieninformation der Ärztekammer zur im Raum stehenden Kassen_Vertragskündigung

kassenkuendigung

In der kommenden Woche hat die Österreichische Bundesregierung vor, massive Einschnitte unser Gesundheitssystem betreffend zu beschließen. Hier geht es nicht um die Anliegen der Ärzte, sondern unter dem Vorwand der Qualitätssteigerung soll den PatientInnen und Patienten vorgegaukelt werden, dass die Gesundheitsversorgung verbessert werden soll. Alleine in der Steiermark sollen 100 neue Primärversorgungszentren entstehen, in denen 3-6 Allgemeinmediziner für 18000 PatientInnen zuständig sein sollen. Es kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange dann die Wartezeit auf einen Arzttermin sein wird. Es wird auch die sogenannte freie Arztwahl nicht mehr geben, denn dann kommt man als Patient zu einem Arzt, der grad halt Dienst hat im Primärversorgungszentrum und nicht zu seinem bisherigen Hausarzt. Die fachärztliche Versorgung soll analog der hausärztlichen Versorgen durch derartige Zentren ebenfalls verändert werden. Wahlarztrückersätze soll es nur bei jenen Wahlärzten geben, die eine Versorgungswirksamkeit mit ihren Leistungen haben werden. Was das bedeutet kann sich auch jeder selbst denken. In der Steiermark sollen -wie wir aus Medien wissen- nur mehr 7-9 Spitäler über bleiben, der niedergelassene (Haus- und fachärztliche) Bereich wird ausgedünnt, ein Kahlschlag im Gesundheitswesen droht, wenn die Bundesregierung kommende Woche den ausgehandelten Bund-Ländervertrag beschliessen sollte. Wir setzen all unsere standespolitische Kraft ein, um dieser Entwicklung hintanzuhalten. Aktuell tagen in den Ärztekammer Steiermark zeitgleich die Gremien (Kurien) für Niedergelassene und Angestellte Ärzte und beraten die weiteren Schritte. Die Präsidenten der Landesärztekammern stehen in laufendem Telephonkontakt, Massnahmenkataloge auf Bundesebene werden abgestimmt, seitens der IGNÄ sind wir in aktiv in diese Prozesse eingebunden. Beachten sie bitte in diesen Tagen besonders die Aussendungen der Landes- und Bundesärztekammern.

Die IGNÄ hat in ihrer Vorstandssitzung am 08.10.16 einen Obmannwechsel vollzogen und setzt damit ein deutliches Signal der Erneuerung als Angebot an die Kollegenschaft. Der 35 jährige Allgemeinmediziner Dr. Alexander Moussa wurde einstimmig zum neuen Obmann der Interessensgemeinschaft Niedergelassene Ärzte gewählt. Die IGNÄ dankt dem bisherigen Obmann Dr Christoph Schweighofer für seine bisherige Tätigkeit.

Mit Dr. Alexander Moussa richtet sich die IGNÄ auch in Hinblick auf die Ärztekammerwahl 2017 als progressive Alternative zu den bisherigen großen Fraktionen in der Ärztekammer aus. Das junge Team um Alexander Moussa wird von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen flankiert, so ist die IGNÄ der Garant für eine pro-aktive Ärztevertretung unter Einbeziehung einer breiten Expertise. Die Themenschwerpunkte des hochmotivierten Teams sind ausgerichtet auf die bevorstehenden Herausforderungen im Zuge der sich anbahnenden großen Umbrüche im Gesundheitswesen.

Wenn auch Sie in der IGNÄ mitarbeiten wollen, dann laden wir sie herzlichst ein, mit uns in Kontakt zu treten. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir der Motor einer aktiven Ärztevertretung sein. Das Kontaktformular finden Sie unter: http://www.igpraxis.at/Beitritt

Team Alex Moussa

Team Alex Moussa

Das Gesundheitszentrum PVE in Mariazell als Sündenfall der Gesundheitspolitik

In Mariazell findet demnächst jener Tabubruch statt, vor welchem wir schon lange warnen! Nämlich die Installierung des Gesundheitszentrums Mariazell als Prototyp für ein neues, öffentlich finanziertes Parallelsystem, ausserhalb der regulären niedergelassenen Versorgungsstrukturen, in direkter Konkurrenz zu den ansässigen Allgemeinmedizinern!

Die Befürchtungen, welche wir in den Bezirksärzteversammlungen im Frühjahr geäußert haben könnten nun Realität werden .Wie aus der Zeitung zu entnehmen war werden bis  zu 100 (!) solcher sogenannter Primärversorgungseinheiten (PVE) in der ganzen Steiermark entstehen. Je eines für 18000 Patienten bei 3 Ärzten im PVE.

Derzeit wird mit den regionalen Bedürfnissen und Besonderheiten argumentiert, obwohl eine Vollversorgung mit  Allgemeinmedizinern in Mariazell gegeben ist.   Argumentiert wird auch mit einer Spitalsentlastung, was aber voraussetzen würde, dass es in Mariazell auch ein Spital geben würde, was aber nur mehr am Papier existiert.

Wir befürworten die Umsetzung innovativer Versorgungsmodelle auf Basis bestehender Strukturen, jedoch darf es keine Verlagerung vorhandener Leistungsangebote von uns niedergelassenen Ärzten in diese PVE´s geben. Dort sollen mit ganztägigen Öffnungszeiten und Zusatzangeboten (Sonographie, Röntgen, Akupunktur, Psychotherapeutische Medizin, Akut-Labordiagnostik,…) von unseren Kollegen bestens versorgte PatientInnen in diese ambulanz ähnliche Struktur umgeleitet werden. Das entspricht in unserem Verständnis einem unverhohlenem Angriff auf die regionalen, freiberuflich tätigen Ärztinnen und Ärzte.

Diese PVE Einheiten werden außerhalb des Gesamtvertrages finanziert und es werden Leistungen angeboten, welche Kassenärzte nicht verrechnen dürfen; Viele rechtliche Details dieser am Reissbrett der Gesundheitspolitik entworfenen PVE Konstruktion sind noch unklar, eine Bedarfsprüfung für diese Parallelstruktur soll damit geschickt umgangen werden!  

Die IGNÄ steht für moderne Zusammenarbeitsformen und ist für eine moderne Primärversorgung, aber ohne Tricksereien unter offensichtlicher Umgehung und Ausschaltung von bestehenden Strukturen und Benachteiligung von niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen durch schnelle, kurzsichtige und politisch motivierte Lösungsansätze! Wir haben bereits 2004 einen ehrlichen und richtungsweisenden Vorschlag zur ärztlichen Primärversorgung in Form von Ärztezentren öffentlich eingebracht. Dieser Vorschlag gehört unter Einbeziehung der anderen Gesundheitsberufe endlich umgesetzt, zum Wohle der steirischen Patienten. Daher sagen wir:

 

JA zu einer modernen Primärversorgung, NEIN zum offensichtlichen Angriff auf den freiberuflichen, niedergelassen Ärztestand!

 

JA zu moderner Primärversorgung, NEIN zur offensichtlichen Aushebelung des Gesamtvertrags!

JA zu moderner Primärversorgung, NEIN zur offensichtlich geplanten Staatsmedizin!

IGNÄ steht für die Interessen aller niedergelassen Ärzte ein! – Unterstützen SIE uns dabei! – Hier geht´s zum Beitrittsformular: ==> www.igpraxis.at Beitrittsformular

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Die heutige mitten im Sommerloch positionierte Forderung (siehe IGNÄ-Facebook)  des SPÖ Gesundheitsprechers Erwin Spindelberger im Parlament nach einer Abschaffung des sehr bewährten und mittlerweile versorgungsrelevanten Wahlarztsystems in Österreich zeigt neben einem direkten Anschlag auf eine der beliebtesten Formen der ärztlichen Berufsausübung, auch ein schweres Missverständnis betreffend der ärztlichen Leistungserbringung im nationalen Gesundheitssystem. Ohne die Beteiligung der Wahlärzte wäre aufgrund der ebenfalls durch ähnliche Protagonisten verursachte sowie verfehlte und fehlende Maßnahmen im „Kassensystem“ die Patientenversorgung schwer aufrecht zu erhalten! Die IGNÄ wird sich mit aller Stärke nicht nur für das Bestehenbleiben von Rückersätzen für wahlärztliche Leistungen einsetzen, sondern auch dafür kämpfen, dass diese endlich im vollen Umfang ( 80 % einer Kassenleistung ) von der GKK geleistet werden. ( s.a. von der steirischen Ärztekammer gestartete Initiative zum gerechten und echten 80% Wahlarzthonorarrückersatz bei der stmk. GKK).  Wir fordern ein klares Bekenntnis der Gesundheitspolitik zum Erhalt des versorgungsgrelevanten Wahlarztsystemes.  Ohne Wahlärzteschaft wäre die Versorgung der Patienten nicht mehr aufrecht zu erhalten. Wahlärzte sind als wichtige Säule unserer Gesundheitsversorgung unverzichtbar! Wir stellen uns vehement gegen Versuche, soziale Ungerechtigkeiten im Österreichischen Gesundheitswesen einzuführen! Ohne Kostenrückersatz käme es nämlich neben einer politisch verursachten „Zweiklassenmedizin“, die Freie Arztwahl wäre Geschichte und es käme auch auch zu einer unzumutbar weiteren Zunahme unerträglicher Wartezeiten für Untersuchungen und Therapien.

IGNÄ steht für die Interessen aller niedergelassen Ärzte ein! – Unterstützen SIE uns dabei! –www.igpraxis.at Beitrittsformular)

Bayer/Moussa/Schweighofer für die  IGNÄ                                                   03.08.2016

Jeder von uns kennt das Phänomen, noch mehr in noch kürzerer Zeit erledigen zu müssen. Patienten machen Druck, die Bürokratiehürden erdrücken uns und die Ambulanzen der Spitäler kollabieren unter dem neuen Arbeitszeitgesetz. Der Ärztemangel fordert seinen Tribut, es will von den Jungmedizinern nach der Ausbildung ein grosser Teil direkt ins Ausland. Das alles ist unter dem Titel der Arbeitsverdichtung zusammenzufassen. Die von uns in der Ärztekammer initiierte Studie zeigt deutlich auf, wo der Hund begraben ist: Das System macht krank! Bis zu den Verantwortlichen im Gesundheitssystem hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. Unser Befund spricht jedoch eine klare Sprache. Die IGNÄ setzt mit Ihrer Schwesterfraktion der IGAÄ (Interessensgemeinschaft Angestellte Ärzte) in der Ärztekammer nun den Schwerpunkt auf das Thema Arbeitsverdichtung und Erarbeitung von Alternativen zum jetzigen Kassensystem, denn so kann es nicht mehr weiter gehen. Wir wollen den Kurswechsel im System einleiten. Sollten Sie Interesse haben, uns zu unterstützen, dann bitten wir um Ihre aktive Mitarbeit. Haben Sie Ideen und Vorschläge, dann bitten wir um Kontaktaufnahme unter: office(at)igpraxis.at.

styriamed_logoPatientinnen und Patienten, deren Ärzte im Styriamed.net Verbund vernetzt sind, bekommen Ihre Facharzttermine direkt beim Hausarzt. Ein Service von Sytriamed.net, dessen politischer Referent, IGAÄ Obmann Dr Schweighofer, in den letzten Jahren das Netzwerk gemeinsam mit den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten und deren Partnern zu einem virtuellen Ärztenetzwerk ausgebaut hat. Nutznießer des Verbundes styriamed.net sind die steirischen Patientinnen und Patienten in den Regionen.

Überzeugen Sie sich von den Vorteilen von Styriamed.Net: STYRIAMED.NET, SALUS 2015

KEINE ZWEIKLASSENTARIFE FÜR REGISTRIER-KASSEN! OFFENER BRIEF AN DIE FIRMA ALAG, GÜNZBERG.

Im Zuge der kommenden Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht für uns Niedergelassene Ärzte fand am 04.12. in der Ärztekammer eine diesbez. Veranstaltung statt. Hier trat auch im Anschluß daran die Fa ALAG -nur eine Tür weiter- gemeinsam mit der Wahlarztgruppierung auf und bewarb ihr Produkt. Dabei traten seltsame Blüten zu Tage, wie die IGNÄ nun aufdeckt. Mitglieder dieser Wahlarztgruppierung und Wahlärzte bekommen einen günstigeren Kaufpreis als Kassenärzte. Dagegen tritt die IGNÄ vehement auf und fordert in einem offenen Brief an den Firmenchef, Herrn Günzberg, alle Ärzte gleich zu behandeln. Frei nach dem IG-Motto: Gleiche Leistung – gleicher Preis.  Hier der Offene Brief im Originalwortlaut:

An die
ALAG Arzt und EDV A. Günzberg GmbH
Jochen Rindt Weg 1
8141 Unterpremstätten

Betreff: offener Brief

Sehr verehrter Herr Günzberg !

Ihr Unternehmen ist uns seit Jahren als verlässlicher Partner der steirischen Ärzteschaft bekannt.
Es gibt kaum eine Kollegin oder einen Kollegen der Ihre hervorragenden Tarifdateien nicht nutzt.
Umso größer ist nun unsere Enttäuschung, dass Sie Ihre Web basierte Registrierkassenlösung „Registrierkassensystem Online“ zwar allen ÄrztInnen anbieten, aber den Vorzugspreis von Euro 249.- inkl MwSt. nur WahlärztInnen und Mitgliedern der Fraktion „Verein für Wahlärzte und Spitalsärzte“ gewähren wollen.
Seit Tagen werden wir mit Anrufen empörter KollegInnen bombardiert, welche unisono fordern, dass Ihr Sonderangebot für alle ÄrztInnen gelten muss.
Als IGNÄ, die sich als Vertretung aller niedergelassenen ÄrztInnen , egal ob Wahlärztin /Wahlarzt oder Kassenärztin/Kassenarzt, egal welcher Fraktionszugehörigkeit versteht, fordern wir Sie hiermit auf, ab sofort allen InteressentInnen aus der Ärzteschaft Ihren Sonderrabatt zu gewähren.
Eine Bevorzugung der oben genannten Gruppen wird die IGNÄ sicher nicht weiter ohne entsprechende Gegenmaßnahmen akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Für den Vorstand der IGNÄ:

 

Dr. Ch. Schweighofer, Obmann

 


 

ACHTUNG:

Ab 01.01.2015 besteht Belegerteilungspflicht. Nähere Informationen zur Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht gibt es bei der Ärztekammer für Steiermark, Kurie Niedergelassene Ärzte. Wenden Sie sich aber auch  an Ihren Softwarehersteller. Vergleichen Sie die Angebote und prüfen sie genau ob die angebotene Lösung auch den rechtlichen Vorgaben entspricht bzw. das System für Sie und Ihren Bedarf tauglich ist. 

Die Gesundheitsministerin, Dr Oberhauser (im Zivilberuf selbst Ärztin)  kündigte an, binnen zwei Wochen den Entwurf für das Primary Health Care Gesetz auf den Tisch legen zu wollen. Was bis jetzt durchsickerte sind keine Verbesserungen, sondern der knallharte Versuch, die  Gesundheitsversorgung vollends in staatliche Hand zu bringen. In sogenannten Primary Health Care (PHC)  Strukturen sollen viele Gesundheitsprofessionen, mitunter auch Ärzte unter einem Dach residieren und den Patienten versorgen. Ob und wie der Patient dann aber zum Arzt kommt ist genauso unklar wie die Frage der Letztverantwortung und Haftung. Es bleibt zu befürchten, dass die Patienten Leistungskürzungen hinnehmen müssen und dass bisher ärztliche Leistungen niederschwelliger Erbracht werden. Der Bundeskurienobmann der Niedergelassenen Ärzte schreibt dazu in seinem BLOG: “PHC ohne medizinische und wirtschaftliche Letztverantwortung von Ärzten darf es ebensowenig geben wie ein Ende des Gesamtvertrages.” Eine bittere Pille, die da die Gesundheitsministerin den Patienten als Zäpfchen verabreichen will. Alles natürlich unter dem Mantel der Verbesserung der Versorgung. Wir befürchten, dass damit ein rigider Frontalangriff eingeleitet wird, der zum Ziel hat, ein staatliches Versorgungsgleichschaltungssystem mit eng begrenztem Leistungskatalog zur Folge hat. Wir haben in der Steiermark bereits medizinische Verbünde geschaffen, genannt styriamed.net, in denen Spitäler und niedergelassenen Ärzte (Hausärzte und Fachärzte), aber auch andere Gesundheitsprofessionen zum Wohle des Patienten kooperieren und eine auf die Bedürfnisse abgestufte, maßgeschneiderte, menschliche, medizinische Versorgung anbieten. Das kommende PHC Gesetz ist ein Gesetz zur Stärkung der Staatsmacht und zur Schwächung der Patientenrechte. Den Zentren ein enges Leistungskorsett zu verordnen, wie es das Gesetz vorsieht, bedeutet den Abschied von einer menschlichen, maßgeschneiderten medizinischen Versorgung.